Hintergrund

Aushänge verlinken zu Kapiteln der »Dokumentation«:

Intention

80 Jahre nach Kriegsende verstummen die Zeugen von damals. Das »Nie wieder!« wird leiser, während die Verwendung des Wortes »Krieg« immer lauter wird.

Diese Doku soll jungen Menschen verdeutlichen, was Krieg und Gefangenschaft für Auswirkungen haben. Es soll deutlich werden, wie schnell Politik und Weltgeschehen, obwohl unpopulär und gefühlt so weit weg von der eigenen Lebensrealität, auch junge Menschen betreffen kann, so wie es dem jungen Heinrich Brinkmann erging.

Gegenwart

Verstöße gegen internationale Konventionen und Völkerrecht bis hin zu Gräueltaten finden leider auch heute noch in unserer vermeintlich modernen und zivilisierten Welt immer wieder statt.

Dass dieses Thema nicht der Vergangenheit angehört, wird tragischerweise jedem deutlich, der aktuelle Nachrichten verfolgt. Die Welt befindet sich in einer Phase der Loslösung von völkerrechtlichen Verträgen und Abkommen (z.B. Asylrecht; Abkommen zu Rüstung, Streumunition, Landminen und Atomprogrammen, Klima- und Gesundheitsschutz).


Name

Asbest ist der Name der russischen Stadt, in der Heinz den Großteil seiner Gefangenschaft verbrachte.

Asbest ist auch das dort abgebaute, giftige Mineral, das Heinz in Form verkapselter Fasern wie eine Erinnerung in seinen vernarbten Schultern stets bei sich behielt, das ihn nicht daran hinderte nach allen Strapazen noch bis ins hohe Alter ein sehr sportlich-vitales Leben zu führen.

Und Asbest ist schließlich der sinnbildliche und mit Heinz' Geschichte verbundene Name dieser Dokumentation.

Aufzeichnungen

Diese Doku basiert auf Aufzeichnungen von Unteroffizier Heinrich Brinkmann aus Duisburg und schildert seine letzten Kriegserlebnisse und die anschließende Kriegsgefangenschaft im Zeitraum von 1945 bis 1949.

Er schrieb seine Geschichte erst Jahre später, meist nüchtern und direkt, manchmal mit verstecktem, bisweilen schwarzem Humor auf. Ohne Verklärung oder Pathos erzählte er von Leid, aber auch von den kleinen Momenten der Menschlichkeit. Seine Zeilen dürfen neben Aufruf und Information auch als Teil der Bewältigung angesehen werden.

Kurs

Der Differenzierungskurs »Design« der Klasse GTF-23-1 (Gestaltungstechnische Assistentinnen und Assistenten) setzte sich in der Seminarstraße im Schuljahr 2024/25 bei Herrn Zimmer mit den Aufzeichnungen des mittlerweile Verstorbenen auseinander.

Dem Kurs waren diese zugänglich, da Heinz der Bruder von Herrn Zimmers Großmutter (Lene) war, der bereits zu Lebzeiten freizügig über seine Erlebnisse in Krieg und Gefangenschaft berichtete – im Gegensatz zu vielen anderen Rückkehrern.

Schule

Das Berufskolleg Ost ist das größte der Stadt Essen mit ca. 2.700 Schülerinnen und Schülern in 136 Klassen und mehr als 120 Lehrkräften in den Bereichen Bau-, Druck-, Medien-, Farb-, Werbe- und Holztechnik, Edelmetall, Gartenbau, Gastronomie sowie Gestaltung.

Vollzeitbildungsgänge bieten diverse Schulabschlüsse bis zur Fachhochschulreife und zum Abitur.

Der Fokus der aktuellen Schulentwicklung liegt deutlich im Bereich Digitalisierung. 

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BERUFSKOLLEG OST
DER STADT ESSEN

Hauptstandort

Knaudtstraße 25
45138 Essen

Dependance

Seminarstraße 9

45138 Essen

Bildungsgang

Gestaltungstechnische Assistentinnen
und Assistenten (FHR)